Beidhändigkeit

Betroffene bezeichnen sich häufig selbst als „Beidhänder_in“, da sie sich weder den Linkshänder_innen, noch den Rechtshänder_innen ausnahmslos zugehörig fühlen.

 

Es gibt folgende Erfahrungsberichte:

 

Jene umgeschulte Linkshänder_innen, die sich ganz deutlich an das „Umerziehungs-geschehen“ erinnern können, ordnen sich manchmal trotzdem der Beidhänder_innengruppe zu. Auf Nachfrage hört man von diesen Betroffenen meist den Satz: „Eigentlich bin ich ja Linkshänder_in“.

 

Die, durch Nachahmung und Anpassung umgeschulten Linkshänder_innen wissen nicht, dass sie Linkshänder_innen sind. Aber diese Betroffenen beobachten meist an sich einen Wechsel der Handdominanz. Dies kann Kleinigkeiten betreffen, wie eine Nadel mit links einfädeln

und mit rechts weiternähen, etc. Daher ordnen sich auch diese Menschen gerne der Beidhändigkeit zu.

 

Letztlich gibt es noch jene Gruppe umgeschulter Linkshänder_innen, die „umerzogen“ wurden, aber keine Erinnerung mehr an diesen Lebenszeitabschnitt haben.

Das Verdrängen des Erlebten war offenbar die einzige Lösung, um damit als Kind umgehen

zu können. Daher bezeichnen sich auch diese Betroffenen oftmals als Beidhänder_innen.

 

 

Eine angeborene natürliche Beidhändigkeit gibt es nicht!

 

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© Margit Rieger BSc